Episode Transcript
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[00:01:18] Timm: Willkommen bei den Seelenreise-Tapes, Podcast, in dem wir die Erinnerungen abspielen, die unsere Seele noch immer in sich trägt, und dich einladen deine Geschichte von innen heraus neu zu schreiben. Ich bin Timm Christophel, dein Soul Journey Guide. Und seit einem Jahrzehnt darf ich tiefgreifende Transformationen durch transpersonale Regressionstherapie begleiten.
[00:01:48] In diesem Podcast hörst du echte Heilungsreisen von mutigen Seelen, die sich entschieden haben, ihre Erfahrungen mit dir zu teilen. Was du gleich hören wirst, sind tatsächliche Aufnahmen aus unseren Sitzungen. Rohe, ungeskriptete Momente, in denen Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen. In denen uralte Erinnerungen auftauchen, um die heutigen Herausforderungen zu erhellen.
[00:02:20] Das sind nicht nur Geschichten. Es sind gelebte Heilungserfahrungen, auf Band festgehalten, während sie sich entfalten. Gefolgt von ehrlichen Gesprächen darüber, wie diese Entdeckungen in den Alltag hineinwirken. Ob du aus Neugier hier bist, deine eigene Heilung suchst, den Mut finden möchtest, dein nächstes Kapitel selbst zu schreiben oder einfach von dem Mysterium der Seelenreise angezogen wirst: du bist willkommen!
[00:02:59] Lass uns gemeinsam entdecken, woran sich unsere Seele erinnert.
[00:03:05] Die heutige Reise führt uns in die sengende Hitze einer arabischen Wüste, wo sich die Schuld einer Mutter und der Durst eines Kindes über Jahrhunderte hinweg verflechten. Du wirst Philip kennenlernen, einen 31-jährigen Osteopathen, Ehemann, und Vater von zwei Kindern aus Mallorca, der mit zwei Lasten zu mir kam, die sein ganzes Leben überschattet hatten.
[00:03:34] Eine lebende Angst, ausgelöst durch Sommerhitze und Sonne und eine tiefe unerklärliche, unterschwellige Schuld, die ihn sein Leben lang begleitete und ihn erstarren ließ wann immer Konflikte aufkamen. Was wir in unserer 90-minütigen Sitzung entdeckten, aus der du heute Ausschnitte hören wirst, war außergewöhnlich.
[00:03:59] Durch Philips Augen wurden wir Zeugen der letzten Momente von Ismael, einem kleinen Jungen, der in einem Sandsturm verdurstet, gehalten von seiner verzweifelten Mutter. Aber es ging nicht nur darum, ein tragisches früheres Leben aufzudecken. Es ging darum zu verstehen, wie die Schuld einer Mutter eine Seele über Jahrhunderte gebunden hatte und wie diese uralte Wunde noch heute Philips Leben prägte.
[00:04:28] Wir reisen auch auf ein mittelalterliches Schlachtfeld, wo Philip sich als Heerführer erlebte, dessen fatale Entscheidungen zu verheerenden Konsequenzen führten. Eine Geschichte, die die tieferen Wurzeln der Schuld offenbarte, die er seit seiner Kindheit trug.
[00:04:49] Zwei Monate nach unserer Sitzung begleitet mich Philip, um zu reflektieren wie diese Offenbarung seine Beziehung sowohl zur Sonne als auch zu sich selbst transformiert haben. Diese Bilder haben kraftvolle Einsichten freigesetzt, tiefe Lösungen ermöglicht und ein überraschendes Gefühl der Erleichterung gebracht, das seitdem durch sein Familienleben nachhallt.
[00:05:16] In den nächsten 80 Minuten wirst du die entscheidenden Momente dieser Sitzung hören. Die rohen Audioaufnahmen unserer Entdeckung und Philips Reflektionen über Heilung, Elternschaft und Lebenssinn. Du wirst hören, wie das Anerkennen dieser Seelengeschichten begonnen hat, seine gegenwärtige Lebensgeschichte neu zu schreiben.
[00:05:41] Wenn du jemals unerklärliche Ängste gespürt, oder eine Last von Schuld getragen hast, die du nicht zurückverfolgen kannst, könnte dieses Gespräch ein Licht darauf werfen, wohin deine eigene Seelengeschichte als Nächstes gehen möchte. Also, mach es dir gemütlich, öffne dein Herz und bereite dich darauf vor, zu erleben, wie die tiefsten Wunden der Seele zu Toren für tiefgreifende Heilung werden können.
[00:06:17] Lass uns eintauchen...
[00:06:22] Hallo, lieber Philip.
[00:06:24] Philip: Hi, Timm.
[00:06:26] Timm: Ja, schön, dass wir die Zeit finden, hier eine Podcast-Aufnahme zu machen. Und wie lange ist es jetzt her, dass wir die Sitzung gemacht haben?
[00:06:35] Philip: Oh das ist eine gute Frage. Das müsste April gewesen sein, oder? Mitte April, glaube ich.
[00:06:43] Timm: Mitte April, ja. Also zwei Monate ungefähr. Ja, Du hattest ja auch ein Anliegen, als du in die Sitzung gekommen bist.
[00:06:58] Und wann ist dir dieses Anliegen zum ersten Mal bewusst geworden? Also wann hast du gemerkt, okay, hier ist was, da möchte ich unbedingt dran arbeiten, da möchte ich mir vielleicht sogar auch Hilfe holen?
[00:07:13] Philip: Interessante Frage, ja. Ich bin ja in die Session mit zwei Themen gekommen. Das eine Thema mit dieser Sonne und der Hitze, das habe ich sehr bewusst, ich glaube, vor zwei Jahren im Sommer wahrgenommen, während einer Pilzerfahrung die ich bei mir in der damaligen Wohnung alleine gemacht habe.
[00:07:35] Und es war im Sommer, es war knacke heiß. Und da habe ich das zum ersten Mal so richtig intensiv wahrgenommen, dieses Gefühl.
[00:07:47] Ja, aber wirklich zu wissen, dass es etwas ist, woran ich arbeiten möchte, das war zu dem Zeitpunkt noch nicht. Das habe ich einfach nur zum ersten Mal damals wahrgenommen.
[00:07:56] Timm: Ja
[00:07:56] Philip: Und als sich das dann im nächsten Jahr auch wieder wiederholt hat, das Gefühl, und ich nicht wusste, was ist das, woher kommt das, dann kam so langsam der Gedanke, vielleicht ist es mal etwas, wo ich mal tiefer schauen kann.
[00:08:11] Und manchmal ist es so im Leben, da fügen sich die Sachen und dann kamst du mit deiner Arbeit und dann dachte ich, perfekt, das wäre doch mal was um da reinzuschauen das Thema. Und das zweite Thema, das Thema Schuld, weiß ich gar nicht genau, muss ich sagen.
[00:08:31] Das kam 2017, als ich meine Ayahuasca-Zeremonie gemacht habe. Da kam das Thema Schuld zum ersten Mal hoch. Und da habe ich gemerkt, dass es etwas ist das das, was sich durch mein ganzes Leben eigentlich auch zieht Was jetzt auch wieder in meiner letzten Ayahuasca-Zeremonie, nach unserer Session, die Woche danach habe ich ja meine Zeremonie gemacht und da kam das Thema auch wieder hoch.
[00:08:55] Also das ist schon ein längeres Thema, was ich auch einfach da nochmal mit reinbringen wollte.
[00:09:04] Timm: Okay, mehrere Punkte, wo ich gerne weiterfragen möchte. Aber vielleicht lass uns nochmal einen Schritt zurückgehen. Magst du dich kurz vorstellen, einfach ein bisschen erzählen, was Dein Beruf ist, über deine Familie, wo du lebst?
[00:09:21] Philip: Ja, gerne.
[00:09:22] Ich bin jetzt 31, bin vor drei Jahren mit meiner Frau und zwei kleinen Kindern hier nach Mallorca gezogen, was die beste Entscheidung war, auch wenn es nicht immer leicht war. Die letzten drei Jahre hier, dass alle wirklich ankommen, hat bis vor gefühlt erst sechs Monaten so richtig angefangen dass wirklich alle hier gelandet sind und seitdem blühen wir alle auf.
[00:09:52] Timm: Das heißt, wie lange hat es gedauert, zweieinhalb Jahre?
[00:09:56] Philip: Fast, ja. Vor allem für meinen Sohn hat es am längsten gedauert, weil er mit Problemen mit den Ohren mit der Sprache und Connection mit anderen Kindern dadurch Schwierigkeiten hatte, und das zieht halt alle von uns mit rein. Wenn es einem nicht gut geht, geht es allen nicht gut.
[00:10:16] Ich bin Osteopath und Physiotherapeut. Das ist mein Background. Ich habe das letzte Jahr mich noch weitergebildet im Bereich Emotional Release oder Neo-Emotional Release hieß die Ausbildung. Da geht es auch darum, einfach alte Wunden, alte Blockaden, die wir meistens aus der Kindheit in uns tragen und die unbewusst unser Handeln und Leben steuern als Erwachsene,
[00:10:42] und die dazu führen, dass wir uns im Leben, wenn wir irgendetwas machen, was uns nicht erfüllt, irgendwie merken, dass wir, wir haben vielleicht Geld, wir haben vielleicht im Außen viel, aber innerlich fühlen wir uns leer.
[00:10:58] Das ist so eine schöne Arbeit, um da reinzuführen und zu schauen, wo da die Ursachen dafür stecken.
[00:11:07] Timm: Scheint mir auf jeden Fall auch verwandt zu sein mit der Arbeit, die mache.
[00:11:11] Philip: Ja total. Das hat auf jeden Fall seine Schnittpunkte. Und ja ich habe hier meine Praxis direkt aufgemacht, und meine Praxis ist letztes Jahr umgezogen, ein bisschen näher hierhin, wo du auch wohnst. Genau, ja. Meine Arbeit durch diesen emotionalen Bereich shiftet auch gerade sehr.
[00:11:35] Also ich habe jetzt auch angefangen als Coach ein Angebot zu machen, um einfach Menschen statt nur in einzelnen Sessions einfach auch wirklich länger an die Hand zu nehmen, um tiefgreifendere Veränderungen im Leben hervorzurufen.
[00:11:53] Timm: Wie lange bist du schon Osteopath?
[00:11:56] Philip: Seit, oh das ist eine gute Frage, seit, ich glaube, 2021 oder 2022.
[00:12:02] Timm: Ja.
[00:12:03] Philip: Genau.
[00:12:04] Timm: Und hattest du davor auch schon einen anderen, warst du auch schon mal auf einem anderen Weg unterwegs, und bist irgendwann zur Osteopathie gekommen, oder war das schon immer deine Richtung?
[00:12:18] Philip: Das ist auch interessant. Eigentlich war es bei mir so, nach der Schule, ich war komplett orientierungslos.
[00:12:24] Ich wusste nicht, was ich machen soll. Erst als ich dann eine Pilzerfahrung mit 18 Jahren hatte, das hat mir mein Leben so verändert und meine Sichtweise und meine Interessen so stark geprägt, dass ich, zu dem Zeitpunkt wollte ich eigentlich Schamane werden. Damals war ich schon mit meiner jetzigen Frau zusammen und eigentlich hatte ich gesagt, am liebsten würde ich in den Urwald gehen jetzt für ein paar Jahre und einfach nur dort leben und mit Schamanen sein und dieses Leben dort führen.
[00:12:56] Aber das war in unserer Beziehung einfach nicht so machbar und das wollte ich dann auch nicht aufgeben dafür. Und habe dann geschaut, ja was mache ich dann? Und meine Frau gab mir dann den Tipp, erstmal mit dem Körper anzufangen, also den Körper zu verstehen, wie der funktioniert und so weiter. Und deswegen habe ich dann erstmal die Physiotherapie gemacht, um da zu sehen auf jeden Fall das ist sehr interessant, aber es ist immer noch nicht erfüllend für mich.
[00:13:20] Ich muss mehr erfahren über den Menschen und dachte, Osteopathie wäre dann nochmal ein anderer, ganzheitlicherer Sicht, eine andere Sichtweise auf den Menschen und Körper. Und war auch auf jeden Fall sehr, sehr prägend und sehr schön für meine Arbeit, weil sie meine Fähigkeiten ganzheitlich an Menschen zu sehen und zu therapieren auch verändert hat.
[00:13:49] Und dann... Vor allem jetzt mit dem emotionalen Bereich, Emotional Release, bin ich tatsächlich jetzt an einem Punkt, wo ich sage, wow, jetzt kommt gerade alles zusammen und... Meine Fähigkeiten, einen Menschen zu sehen und zu fühlen und zu beeinflussen, sind gerade so, dass meine Arbeit sehr erfüllend ist.
[00:14:15] Timm: Ja, sehr schön, das freut mich.
[00:14:17] Es ist auch spannend, dann diese Entwicklung, dass du dann erst über die Arbeit mit dem Körper, dann doch wieder auch in diese Arbeit, die auch wieder mit der Seelenebene mehr Verbindung hat, dieses Emotional Release, das Coaching, was du erwähnt hast...
[00:14:33] Philip: richtig, ja. Und der Gedanke mit dem Schamanen, weil das ja mein ursprünglicher Wunsch ist, den habe ich durch meine Zeremonien mit verschiedenen Pflanzenmedizin, habe ich den auch in mir gefunden. Und ich kenne meinen inneren Schamanen und habe einfach selber sehr viel damit gearbeitet um den auch zu spüren und in meiner Arbeit auch einzusetzen.
[00:14:55] Timm: Du hast jetzt schon mehrfach Pilzerfahrungen erwähnt, Ayahuasca-Erfahrungen erwähnt.
[00:15:03] Das scheint eine wichtige Rolle gespielt zu haben für dich.
[00:15:06] Philip: Sehr, ja.
[00:15:07] Timm: Die Erfahrung, die du damit gemacht hast.
[00:15:10] Philip: Ja, total.
[00:15:12] Timm: Und war diese erste Pilzerfahrung, war das eher zufällig oder in was für einem Setting ist das passiert?
[00:15:19] Philip: Was dabei herausgekommen ist, war zufällig.
[00:15:22] Timm: Wo du dich entschieden hast, eigentlich möchte ich den schamanischen Weg
[00:15:25] gehen.
[00:15:25] Philip: Nee, ich war in der Jugend, sage ich mal, sehr draufgängerisch unterwegs. Mich hat alles gereizt was neu war. Und als ich dann gehört habe, wow, da kann man andere Dinge sehen, irgendwelche Farben sehen, die man sonst nicht gesehen hat, oder Musik schmecken oder Musik riechen, da dachte ich, boah, das muss ich mal ausprobieren.
[00:15:45] Und da habe ich das mit meinem besten Freund zusammen gemacht. Wir haben das zum Glück immer in einem sehr sicheren Setting gemacht, bei ihm zu Hause. Und als wir dann die erste Pilzerfahrung gemacht haben, da sind wir dann noch in die Natur spazieren gegangen und das hat mein, ich sage immer so, ich war vorher wie in so einem Gefängnis in meinem Bewusstsein, und es hat dieses Gefängnis einfach gesprengt.
[00:16:07] Und das hat mir meine Richtung erst so richtig, da hat meine Richtung im Leben richtig eingeschlagen. Und die Erfahrungen, die danach kamen die waren dann immer so etappenweise wenn ich wieder an einem Punkt war im Leben, wo ich dachte, ich komme gerade nicht alleine weiter, ich brauche Unterstützung von den Spirits die in diesen Pflanzenmedizin halt drin sind.
[00:16:33] Und das hat mir auch immer sehr, sehr geholfen.
[00:16:36] Timm: Was war das für ein Gefängnis? Also hast du da vielleicht nochmal genauer eine Idee
[00:16:44] Philip: Ja total. Ich bin sehr christlich aufgewachsen. Meine Mutter hat uns jeden Sonntag zur Kirche gebracht. Ich hatte in der Kirche meine Aufgabe. Ich war so für die Technik auch zuständig und das hat meine Idee und mein Weltbild sehr geprägt, weil ich ein sehr eingeschränktes Denken hatte von Gott und die Welt. Und wenn man einmal in so einem Konstrukt gedanklich drin ist, ist es sehr schwer darüber hinaus zu denken. Und das hat im Prinzip dieses Gefängnis für mich ausgemacht und das ist das, was gesprengt wurde.
[00:17:21] Mein Verständnis von Gott war anders. Und ich wusste sofort in dem Moment, ich bin kein Christ mehr. Ich bin nicht mehr in diesen Konstrukt gefallen, sondern ich kann freier denken. Das hat für sehr viel Konflikt natürlich auch gesorgt, vor allem mit meiner Mutter, weil ich den Konflikt dann auch gesucht habe, weil ich sie herausfordern wollte mit dem Wissen, was ich jetzt zur Verfügung hatte.
[00:17:47] Ja, was auch irgendwie zur Rebellion der eigenen Geschichte von mir so gehört, aber genau, das war so mein Gefängnis, ja.
[00:17:56] Timm: War das evangelisch, katholisch?
[00:17:58] Philip: Evangelisch, ja.
[00:18:00] Timm: Okay.
[00:18:02] Philip: Ja, und auch – ich hatte immer irgendwie ein Gefühl, dass da mehr ist als das, weil ich habe gesehen, dass die Menschen in der Kirche ein ganz anderes Verhalten hatten als dann außerhalb der Kirche und das hat für mich immer keinen Sinn gemacht.
[00:18:16] Und es hat auch keinen Sinn gemacht, dass ich Freunde hatte, die an etwas anderes geglaubt hatten und dieser Gedanke, dass die dann irgendwann in die Hölle kommen und nur ich in den Himmel das war irgendwie für mich nicht greifbar.
[00:18:29] Timm: Ja, für mich war es einfach auch eine wichtige Erkenntnis, dass es einen Unterschied gibt zwischen Religion und Spiritualität.
[00:18:38] Religion ist eher dieses, verstehe ich eher als dieses Institutionalisierte, wo Dinge gemacht werden, Regeln befolgt werden, aber man gar nicht in die direkte Erfahrung unbedingt kommt, sondern es geht einfach nur darum, um Zugehörigkeit oder dass man ein guter Mensch ist oder wie auch immer. Und Spiritualität ist wirklich die eigene Erfahrung, die eigene Auseinandersetzung mit dem Göttlichen, mit der seelischen Ebene und da zu gucken, was ist das, was bedeutet das für mich.
[00:19:12] Und das ist dann eigentlich völlig unabhängig ob man das dann Gott nennt, Allah nennt, oder Shiva, oder wie auch immer.
[00:19:20] Philip: Richtig. Ja, total. Ja ja ja. Und das eigene Denken wird dann auch angeregt in der Spiritualität. Das ist das, was für mich so ein Unterschied war, weil wenn ich meine Mutter früher irgendwas gefragt habe, weil ich was wissen wollte, sagte sie erst mal, oh, da muss ich erst mal in Bibel nachlesen.
[00:19:36] Und ja, da fehlt halt auch die Selbstverantwortung oder beziehungsweise das Gefühl zu wissen, ich habe alles bereits in mir, ich muss nicht im Aussen oder irgendwo da nachlesen. Und das ist das Schöne an der Spiritualität, wenn wir in diesen Zustand kommen, wo wir wissen, ich bin, erst mal, ich bin ganz, ich bin perfekt, so wie ich bin und ich habe alles, das ganze Wissen vom Universum, weil ich das ganze Universum bin, habe ich auch in mir.
[00:20:07] Timm: Wow. Okay, lass uns nochmal zurückkommen zu der Situation, wie es war, bevor wir die Sitzung gemacht haben. Es waren ja zwei Gefühle, Existenzangst und Schuld, wo wir daran gearbeitet haben. Wie hat sich das konkret in deinem Alltag gezeigt? Hast du vielleicht ein Beispiel, eine typische Situation, einen typischen Tag, sich die Existenzangst gezeigt hat oder die Schuld?
[00:20:46] Philip: Ja, also die Die existenzielle Angst, die wurde ja vor allem mit dieser Hitze mit der Sonne getriggert Aber ich kann mir vorstellen, dass sie auf noch tiefere, unbewusstere Weisen auch weiterhin, auch dann auf mir gewirkt hat, wenn ich es nicht wirklich wahrgenommen habe.
[00:21:06] Und es war, wie ich Aufnahme beschrieben habe, wie so ein Gefühl von, ich muss überleben, wir müssen überleben, Ich muss um meine Familie sorgen, ich muss schauen dass wir uns über Wasser halten können. Und das ist halt eine Energie, die aus einem Mangel herauskommt beziehungsweise sogar aus einer Angst heraus, das ist ja auch eine Frequenz, über die wir dann das Leben, das wir haben, gestalten und wenn wir aus so einem Mangel und aus einer Angst heraus leben, hat das einen riesen Einfluss und Impact darauf, was für Handlungen wir machen, wie wir denken und was am Ende, was wir manifestieren.
[00:21:42] Timm: Ja. Das glaube ich auch.
[00:21:45] Philip: Und ich muss sagen, wir haben sehr viel Glück gehabt, dass trotz diesem Gefühl, was ich da hatte, wir hier auf Mallorca sehr gesegnet wurden mit der Praxis, mit dem Finanziellen, wie wir hier angekommen sind, dass das alles so gut gelaufen ist. Deswegen bin ich auf jeden Fall froh darüber, aber ich denke, dass es irgendwo auch Einfluss auf mein Leben hatte.
[00:22:12] Timm: Also du hast einfach gemerkt dass trotzdem... Du einfach zu sehr an Sorgen denkst und an was schiefgehen könnte, als dass du einfach dein Bewusstsein darauf konzentrierst, einfach mehr Fülle zu schaffen.
[00:22:27] Philip: Genau, richtig, ja. Mehr so im Überlebensmodus zu sein, obwohl eigentlich alles gut ist, aber trotzdem zu denken, oh nein, ich muss doch noch, ich muss das und das machen und wir müssen weiterkommen.
[00:22:39] Timm: Und das stresst ja auch.
[00:22:40] Philip: Genau, das zieht sehr viel Energie.
[00:22:45] Timm: Und Schuld, hast du da irgendwie, dass sich das gezeigt hat?
[00:22:49] Philip: Ja, Schuld ist nochmal ein anderes großes Thema bei mir, was ich eigentlich schon seit Kindheit merke, weil ich einfach auch eine sehr schwierige Kindheit hatte in dem Sinne, dass ich... Ich habe einfach nicht ins System gepasst und ich habe mich auch nicht reinstecken lassen.
[00:23:09] Und dadurch habe ich halt immer wieder die Erfahrung gemacht, ich bin anders als die anderen. Ich bin nicht so anpassbar, habe nicht die guten Noten, habe nicht das gute Verhalten, kriege Elternbriefe, werde zu Hause bestraft. Und das ist etwas, was sich durch meine ganze Jugend eigentlich so gezogen hat.
[00:23:30] Timm: Bestraft wie?
[00:23:31] Philip: Von meinen Eltern hauptsächlich, auch körperlich bestraft. Von meiner Mutter und meinem Stiefvater.
[00:23:41] Timm: Also körperlich bestraft heißt dann geschlagen?
[00:23:44] Philip: Geschlagen, ja, mit Gürtel oder mit der Hand, so Geschichten.
[00:23:51] Genau, ein Teil in mir wusste jedoch, und ich erinnere mich an einen bestimmten Moment, wo ich in der Schule auf dem Hof war und etwas in mir hat so gemerkt: Es liegt nicht an mir, sondern es liegt an den anderen. Mit mir ist alles gut und aus mir wird etwas werden.
[00:24:10] Timm: Wie alt warst du da, als du die Erkenntnis hattest?
[00:24:13] Philip: Das war auf jeden Fall in den ersten Schuljahren, 6, 7 8.
[00:24:18] Timm: Whow!
[00:24:18] Philip: Aber auf der anderen Seite hat mir das Leben immer wieder das andere gezeigt, dass ich nicht richtig bin. Und ich glaube, das hat auf jeden Fall einen großen Einfluss auf mich.
[00:24:29] Timm: Aber das ist wirklich besonders, das ist wirklich beeindruckend, weil das zeigt, dass da innerlich einfach eine Ressource eine Kraft ist, die dann sagt, nee, das ist alles Bullshit hier.
[00:24:46] Philip: Ja, ich weiss. Rückblickend muss ich auch sagen, trotz den Gefahren, denen ich auch ausgesetzt war, wo ich aufgewachsen bin, trotz meinen ganzen Erfahrungen und negativen Erfahrungen war ich doch auch irgendwo sehr behütet und ich denke, dass ich da auf jeden Fall auch meine Beschützer bei mir habe, die mir in Momenten wie diesen auch Kraft geschenkt haben.
[00:25:10] Timm: Und aber vielleicht nochmal, und heute, oder bevor wir die Sitzung gemacht haben?
[00:25:16] Philip: Das Thema Schuld?
[00:25:17] Timm: Das Thema Schuld - hat sich das irgendwo negativ einschränkend geäußert für dich?
[00:25:23] Philip: Was mir jetzt gerade kommt, ist vor allem in meiner Beziehung mit meiner Frau, weil vor allem wenn wir in Diskussionen geraten sind oder Streits, es dazu geführt hat, dass es dieses Thema Schuld in mir getriggert hat und das hat bei mir zu einem Shutdown, zu einem Freeze gesorgt. Dass ich dann einfach nicht in der Lage war, mehr zu reden, sondern dann gesagt habe, oder eben entweder nichts gesagt habe oder versucht hab, der Diskussion aus dem Weg zu gehen. Gesagt hab: es reicht mir jetzt, ich möchte jetzt nicht mehr weiter diskutieren. Und genau, das ist, glaube ich eines der großen Themen, wo ich die Schuld so wahrgenommen habe, vor allem in der Beziehung.
[00:26:09] Timm: Und das wirkt sich natürlich dann auch auf die Beziehung nicht gut aus.
[00:26:12] Philip: Ja, ja total.
[00:26:14] Timm: Wenn man so reagiert.
[00:26:16] Philip: Richtig, ja.
[00:26:19] Timm: Ja, Schuld, hast du schon mal von David Hawkins gehört, und seiner Bewusstseinsskala?
[00:26:25] Philip: Der Name sagt mir was, aber Bewusstseinsskala weiß ich gerade nicht.
[00:26:28] Timm: Also er hat sich sehr mit dem Thema beschäftigt, dass Gefühle unterschiedliche Schwingungen haben von Bewusstsein.
[00:26:41] Philip: Ach so, ja.
[00:26:41] Timm: Und es gibt die ganzen Stressgefühle, (die sind) nicht lebensförderlich letztlich. Natürlich können sie auch eine positive Funktion haben, weil sie dich irgendwie in Bewegung bringen.
[00:26:54] Wut um zu kämpfen, Angst, um wegzulaufen und so, aber sie sind eben letztlich für den Körper trotzdem nicht gut. Und wenn man zu lange dann in dieser Energie ist, dann ist es einfach, auch vom Bewusstsein her, zieht es einen runter. Total. Und Freude Liebe, Dankbarkeit sind eben erhebende Gefühle, die einen auch vom Bewusstsein erweitern und in Kontakt quasi bringen.
[00:27:22] Philip: Ja, ich weiß, wovon du sprichst.
[00:27:24] Timm: Und interessant ist, er hat so eine Skala gemacht, und das Gefühl mit der niedrigsten Schwingung ist Schuld. Du kennst die Samurai in Japan. Und dann so in den Filmen oder in den Geschichten wie sie sich dann Seppuku begehen und sich selbst umbringen. Aber das kannst du halt auch damit erklären: die haben ein so hohes Ehrgefühl und das Ehrgefühl wird da so zelebriert in der Gesellschaft, dass wenn du deine Ehre verlierst und dann eben dieses Gefühl von Schuld hast,
[00:27:56] Philip: dass du nicht mehr lebenswürdig bist.
[00:27:58] Timm: Die wollen nicht mehr leben! Das hat eine so niedrige Schwingung, dass sie sich dann umbringen. Hast du jemals das Gefühl gehabt, oder jetzt, wenn du darüber nachdenkst dass auch Schuld, das Gefühl von Schuld bewusst in dir induziert wurde von jemandem um dich zu beeinflussen?
[00:28:18] Philip: Hm, das glaube ich nicht. Ich glaube eher, dass es mit zu meiner Seelenreise gehört und dass es aus irgendeinem Grund da einen Bereich gibt, wo ich was lernen durfte und lernen darf und wachsen darf.
[00:28:38] Den Gedanken dass jemand mir sowas aufgedrängt hat, dem kann ich nicht folgen.
[00:28:48] Timm: Ok, da kommen wir ja auch gleich noch zu, was da, was rausgekommen ist in der Sitzung. Dann einfach nur als Nebenbemerkung, dass es auch etwas ist, was ich oft in Sitzungen mitbekomme, dass Menschen wirklich unterdrückt werden mit Schuld, weil Schuld etwas auch ist, was Menschen gefügig macht.
[00:29:08] Wenn die sich schuldig fühlen, dann machen die quasi, was sie sollen.
[00:29:14] Philip: Das ganze Thema mit dem Christentum auch. Allein dass wir existieren, (da) sind wir schon schuldig für. Wir müssen um Entschuldigung bitten, für unsere Sünden, dass wir geboren wurden. Das ist Kontrolle am Ende.
[00:29:27] Timm: Genau, es geht um Kontrolle. Und das gibt es in Beziehungen, häufig nicht bewusst, aber es sind unbewusste Muster, die wirken dann trotzdem, die über die Generationen weitergegeben werden.
[00:29:37] Und auch auf gesellschaftlicher Ebene wird ganz viel mit Schuld auch beeinflusst, manipuliert und kontrolliert.
[00:29:44] Okay, jetzt haben wir diese beiden Gefühle, Existenzangst und Schuld. Gab es Ereignisse in der Kindheit, wo du gedacht hast, vielleicht kommt es daher, die Existenzangst, vielleicht kommt es daher, die Schuld?
[00:29:58] Philip: Die Schuld ist, was ich eben beschrieben habe, dieses Gefühl, einfach nicht richtig zu sein. Und die Existenzangst.
[00:30:11] Also ich bin auch in ärmeren Verhältnissen aufgewachsen, wir hatten aber nie existenzielle Angst. Auch wenn wir, wie ich mich erinnere, in der ersten Wohnung, wo wir waren, haben wir alle zu viert in einem Schlafzimmer geschlafen. Aber ich hatte nie, wir hatten eigentlich immer Essen, ich hatte nie die Sorge irgendwie, dass irgendwas mit meinem, dass ich überlebt Überleben muss.
[00:30:40] Aber außer im Sinne von der Umgebung wo ich aufgewachsen bin, da musste ich schon immer gut die Augen offen halten, wo ich mich hinbegebe und wenn ich mich irgendwo hinbegeben muss, dass ich da so auftrete, dass ich nicht ängstlich aussehe, sondern dass eben gewisse Jungs oder Jungsbanden dann nicht auf mich aufmerksam werden, um mir etwas wegnehmen zu wollen.
[00:31:11] Timm: Ah, krass. Also es war keine sichere Gegend?
[00:31:17] Philip: Nein nein, nein. Es war für mich eine sehr, sehr unschöne Erfahrung, wo ich aufgewachsen bin.
[00:31:24] Timm: Was wäre das Schlimmste, was da hätte passieren können?
[00:31:27] Philip: Es sind auch Sachen passiert. Ich wurde regelmäßig wenn ich zum Beispiel in einem Einkaufszentrum war, da gab es so Notausgänge.
[00:31:38] Da wurde ich hergezogen, wurden meine Taschen kontrolliert, was ich habe. Wenn ich Geld dabei hatte, wurde es weggenommen. Deswegen habe ich das Geld dann in meine Unterhose zum Beispiel reingepackt. Aber das Schlimme eigentlich eher an dem Ganzen war mehr, dass ich mit dem Ganzen alleine war. Also ich, das war nicht etwas, ich hatte mit meinen Eltern nicht so eine Beziehung, dass ich mich bei ihnen ausweiten konnte, mit denen das teilen konnte.
[00:32:07] Dass wenn ich draußen eine Prügelei hatte, oder dass irgendwas passiert ist, oder ich wurde einmal vom Auto angefahren, und das war auch eine interessante Erfahrung, weil ich wurde vom Auto angefahren, bin auf den Gehweg geschleudert worden, aber mir ist nichts passiert. Aber dem Auto ist etwas passiert, das hat den Schaden und das Kennzeichen hing runter.
[00:32:28] Und mein erster Gedanke war: scheiße, ich kriege Ärger, weil ich das Auto jetzt kaputt gemacht habe.
[00:32:35] Timm: Mhm. Auch Schuld, ne?
[00:32:36] Philip: Genau, ja. Und sowas ja, ich konnte einfach nichts teilen und das ist das, was glaube ich, am meisten negativen Impact auf meine Jugend und meine Kindheit hat.
[00:32:49] Timm: Ja.
[00:32:52] Philip: Wodurch ich lernen musste, einfach selbst mit Dingen klarzukommen und was ich jetzt auch wieder gehen lassen darf und auch Unterstützung suchen darf in Freundschaften in Beziehungen.
[00:33:08] Timm: Ja, weil wir haben die Fähigkeit, also das gehört einfach zum Leben dazu, auch dass unangenehme Dinge passieren, oder sogar auch krasse Dinge passieren, aber wir haben die Fähigkeit das zu verarbeiten. Nur, gerade wenn wir noch in unserer Entwicklung sind, auch emotional als Kinder, dann können wir das oft nicht allein, sondern wir brauchen Unterstützung.
[00:33:28] Und erst wenn wir die nicht kriegen, dann wird es quasi zu etwas, was wir nicht verarbeiten können und dann sinkt es ab ins Unbewusste und bleibt da, bis es irgendwann wieder hochkommt, damit es dann wieder angeschaut werden kann.
[00:33:40] Philip: Ja total. Ja, Co-Regulation. Also wir sind dafür geschaffen, Menschen um uns zu haben, die mit uns Dinge verarbeiten, gemeinsam Co-Regulieren.
[00:33:53] Und wenn wir das nicht haben, dann ist das nicht gut.
[00:33:58] Timm: Ja.
[00:33:59] Jetzt eine Rückführung zu machen, ist ja schon eher etwas Seltenes, ist ja nicht unbedingt Mainstream. Was hast du schon vorher ausprobiert an Dingen, um jetzt daran zu arbeiten und da auch zu einer Heilung zu kommen, bevor du bei mir gelandet bist?
[00:34:28] Philip: Also ich glaube, erst mal vor allem die Erfahrungen, die ich mit Psychedelika hatte und Pflanzenmedizin.
[00:34:36] Da hatte ich auch schon einige Past-Life-Experiences, wo ich die Erinnerung an andere Leben hatte und was mir passiert war. Und demnach war für mich auch klar, dass wir mehrere Leben bereits gelebt haben.
[00:34:54] Wenn nicht sogar unzählige unendliche Leben, die irgendwo auch Einfluss auf uns heute haben können, wenn es Themen gibt, die noch nicht abgeschlossen sind. Und dann mit der Emotional-Release-Arbeit, da gab es auch Momente, wo, obwohl nicht bei mir, das habe ich gerade vertauscht das war bei meinem Kumpel den ich begleitet habe.
[00:35:26] Da kann es aber auch vorkommen, dass Erfahrungen aus anderem Leben hochkommen. Ja, genau, das waren so die Dinge.
[00:35:38] Timm: Es ist interessant, ich habe das in letzter Zeit häufiger gehört, dass jemand mir sagt, ja, ich habe da eine Erfahrung mit Psychedelika gemacht, mit Ayahuasca ist es häufig, und da sind Erinnerungen an frühere Leben gekommen. Also das scheint manchmal zu passieren in solchen Sitzungen. Meine Theorie dazu ist, würde mich deine Meinung interessieren, dass solche Sitzungen können gut dabei helfen, sowas hervorzubringen, aber in der Regel bleibt es bei einzelnen Bildern oder einzelnen Erinnerungen.
[00:36:22] Aber um das dann wirklich stringent durchzuarbeiten, ist glaube ich, die Rückführungsarbeit besser. Also ideal wäre es dann, wenn so etwas hochgekommen ist, mit diesen Bildern dann in eine Rückführungssitzung zu gehen und sich das mit Hilfe eines Therapeuten nochmal genau anzugucken und durchzuarbeiten.
[00:36:47] Philip: Ja, das kann ich mir gut vorstellen, auf jeden Fall. Ich glaube, das kommt sehr darauf an, in was für einem Setting man so eine psychedelische Erfahrung macht, wie gut sie gehalten ist. Und auch geführt wird. Ich habe Erfahrungen im Dschungel im Urwald gemacht von Peru, wo man sehr für sich alleine gelassen wird.
[00:37:05] Man soll auch nicht reden und man soll einfach vertrauen, dass die Medizin das Richtige tut und dir das Richtige zeigt. Und es gibt auf jeden Fall wie du sagst, manchmal Bilder, manchmal Erfahrungen, die hochkommen, wo man manchmal nicht weiß, was soll man damit anfangen jetzt gerade. Das gehört aber auch irgendwie zum Prozess dazu und vielleicht soll das sogar so sein, dass die Person irgendwann jemanden kennenlernt der Rückführungen macht und dann noch weiter an dem Thema arbeitet.
[00:37:35] Man sagt nämlich, dass die eigentliche Zeremonie erst nach der Zeremonie stattfindet und nicht die Erfahrung selbst ist, sondern das, was man dann damit macht und in das Leben integriert. Da habe ich aber auch Erfahrungen mit einer Schamanin gemacht, die auch sehr in Somatical Experiences geschult war und die Teilnehmer während der Ayahuasca-Zeremonie sehr intensiv auch begleitet hat und auch im Gespräch geschaut hat, wo man unterstützen kann. Und es war dort, wo ich auch meine Erfahrungen mit anderen Leben hatte und die waren wunderschön, auch wenn sie erst mal sehr beängstigend waren, weil ich mich sehr sicher gefühlt habe durch die Person, die mich da durchgeführt hat, bestimmte Impulse oder Fragen gestellt hat.
[00:38:24] Und das war für mich auf jeden Fall etwas, was dann auch abgeschlossen war und nicht etwas, wo ein Fass geöffnet wurde und offengelassen wurde, sondern wo wirklich auch ein Abschluss war.
[00:38:36] Timm: Also was ich glaube ist, was glaube ich entscheidend ist für die Integration letztlich ist auch das zu verstehen, dass man wirklich Zusammenhänge versteht und versteht wo etwas herkommt, was die Geschichte dahinter ist.
[00:38:50] Philip: Ja das ist beim Ayahuasca ganz häufig nicht der Fall. Am Anfang zumindest.
[00:38:55] Timm: Ja, und insofern ist das quasi, das kann die Initialzündung sein, da wird man in was reingeworfen, da wird etwas aufgemacht, aber für die Integration ist das Verständnis wichtig. Und es gibt viele Ansätze, wo das Verständnis nicht so betont wird.
[00:39:12] Es gibt ja zum Beispiel auch viele Ansätze, wo jemand einen heilt, jemand die Reise für einen macht. Ich glaube, dass das eine Hilfe sein kann, dass das jemanden auch unterstützen kann, aber dass letztlich, damit das wirklich auf der Seelenebene einen einen Schritt weiter bringt, braucht es das Verständnis auch.
[00:39:36] Philip: Ja, das ist interessant, dass du das ansprichst, weil ich habe einen ähnlichen Gedanken bei so Therapien oder Modalitäten, wo jemand anders etwas für dich macht, habe ich auch den Gedanken, warum soll die Person dann überhaupt diesen Weg für sich entschieden haben, warum soll er diese Erfahrung hier machen, damit es dann jemand anders für einen auflöst.
[00:40:01] Timm: Genau.
[00:40:01] Philip: Ich glaube auch nicht, dass es aufgelöst ist, ich glaube eher, dass es eine Art Aufschiebung ist, weil die Person vielleicht wirklich Kontakt hat zu der höheren Welt und sagen kann, die Person braucht gerade noch Zeit, die ist gerade noch nicht bereit, gib ihr bitte noch ein bisschen Zeit. Daran kann ich mir schon vorstellen, aber dass jemand es auflöst, glaube ich nicht.
[00:40:22] Timm: Ja. Weil es geht letztlich immer auch um karmisches Lernen.
[00:40:25] Philip: Genau, richtig.
[00:40:26] Timm: Dass die Dinge, die einem... Schicksal... Das Schicksal ist das, was einem zum Heil geschickt wird. Und es geht darum, auch die Botschaft darin zu verstehen.
[00:40:36] Philip: Genau, ja, total.
[00:40:38] Timm: Da sind wir uns einig. Sehr gut.
[00:40:42] Philip: Ja, richtig. Und dieses Verstehen, das kann aber auch manchmal Jahre dauern bis man etwas versteht.
[00:40:49] Auch eigene Erfahrungen aus dem Leben, wenn dir etwas passiert. Ich habe Erfahrungen gemacht mit Menschen, die wussten nicht, warum sie diesen Unfall damals hatten. Und zwanzig Jahre später kommt die Einsicht. Manchmal braucht man auch Geduld.
[00:41:09] Timm: Bevor wir die Sitzung gemacht haben, oder als du in die Sitzung gekommen bist, was hattest du für Erwartungen? Hattest du irgendwelche Erwartungen? Hoffnungen? Oder was hast du gedacht, was passiert da jetzt?
[00:41:21] Philip: Ja, ich habe gelernt, meine Erwartungen bevor solchen Erfahrungen sehr gering zu halten, weil man dazu tendieren kann, die Erfahrungen dann zu kontrollieren.
[00:41:34] Und das habe ich gelernt abzulegen. Von daher bin ich da sehr offen, neugierig rangegangen. Und habe es eigentlich einfach nur auf mich zukommen lassen.
[00:41:46] Timm: Hast du auch irgendwie, irgendwo eine Skepsis gehabt?
[00:41:55] Philip: Ne, die hatte ich jetzt nicht. Aber die hätte ich wahrscheinlich irgendwann früher im Leben gehabt. Ich glaube, darüber rede ich auch in meinem YouTube-Video. Weil ich früher etwas, was ich nicht verstanden habe, sehr schnell gejudged habe oder in eine Schublade gepackt habe. Zu esoterisch oder irgendwas. So sind wir Menschen leider häufig, wenn wir etwas nicht verstehen, dann haben wir schnell eine Meinung darüber.
[00:42:20] Aber das hat sich in meinem Leben schon sehr gewandelt. Es gibt immer noch Bereiche, wie mit diesem Heilen, was wir gerade darüber gesprochen haben, wo ich schon auch eine Meinung darüber habe. Aber genau, in dem Fall hatte ich das nicht. Ich kannte dich ja auch schon. Das hat auch bei mir Vertrauen gewirkt.
[00:42:41] Weil es sicherlich auch Menschen, das gibt es ja überall, Therapeuten gibt, die vielleicht nicht so ehrlich mit sich selbst sind oder wo die Intention eine andere ist und wo man einfach auch aufpassen muss.
[00:43:00] Timm: Wie hat das deine Familie erlebt, dieses Thema Angst, das Thema Scham? Haben die das irgendwie mitbekommen, oder konntest du das gut vor denen verbergen?
[00:43:15] Philip: Also das mit dem Thema mit der Sonne, mit dieser Hitze, das habe ich meiner Frau auch kommuniziert, wenn ich das hatte. Sie hat dann versucht, für mich da zu sein.
[00:43:28] Sonst vielleicht eben auch eher in dieser Sorge, die Gefühle, die man in einer Beziehung fühlt, die übertragen sich ja auch auf den anderen, wenn man sehr verbunden mit sich ist, dann merkt man auch, dass das nicht von dir ist, sondern von den anderen, weil manchmal hat dein Gegenüber ein Gefühl und plötzlich, wenn du sehr intuitiv und verbunden bist, fühlst du das auch.
[00:43:56] Und manchmal weißt du nicht, ist das jetzt ein Gefühl von mir oder von dem anderen. Von daher glaube ich schon, dass sich dieses Gefühl auch übertragen hat auf meine Frau.
[00:44:10] Das Thema Schuld eher, wie gesagt, in diesen Diskussionen und so weiter. Auf die Kinder wirkt sich, glaube ich, dann eher, weil die Kinder sind ja sehr feinfühlig und die sehen ja auch sehr viel. Wenn sie sehen dass der Papa in der Diskussion aufhört und sich zurückzieht, dann nehmen die das wahr. Und dann die sehen das und die spüren dass da was los ist.
[00:44:36] Die nehmen viel mehr wahr als wir selber denken und wissen.
[00:44:42] Timm: Ja, glaube ich auch. Okay, lass uns mal reingucken in die Sitzung. Lass uns uns mal erinnern. Ich habe ein paar Momente aus der Sitzung habe ich vorbereitet die wir gleich mal einspielen können.
[00:45:03] Ja, es ging ja erst mal so los, dass wir besprochen haben, woran möchtest du arbeiten? Das hattest du jetzt auch schon erwähnt. Da hattest du auch erzählt von diesem Moment im Sommer, wo du die Hitze der Sonne, die alles zertrocknet, so stark erlebt hast. Und dann so dieses Nicht-alle-können-überleben-Gefühl, sehr starkes Verantwortungsgefühl, ich muss es gut machen, Angst und Sorge.
[00:45:42] Ja das war jetzt noch bevor wir richtig drin waren.
[00:45:50] Wir hören jetzt, wie du das beschrieben hast, noch bevor wir richtig eingestiegen sind in die Sitzung. Also als wir quasi noch nochmal miteinander gesprochen haben.
[00:45:59]
[00:46:07] Philip: und das auf dem Herz fühlt sich an, als ob diese Trockenheit bis in mein Herz gelangen könnte und ich sterben könnte,
[00:46:20] Timm: mmh
[00:46:21] Philip: weil ich nicht genug Flüssigkeit aufnehme.
[00:46:23] Timm: Spannend wie da schon so viel da war, von dem was, wo wir jetzt später wissen, nachdem was dann in der Sitzung später passiert ist, wie sehr das eigentlich schon trifft.
[00:46:39] Ich musste dann gar nicht viel machen. Ich habe das vertieft einfach. Ich habe gesagt, okay, fühle da mal genauer hin.
[00:46:48] Da hören wir jetzt auch noch mal rein, wie wir dann quasi diesen Zeitsprung gemacht haben zurück in der Zeit.
[00:46:56] Fühle die Angst, fühle die Sorge.
[00:47:00] 5. Fühle die Schwere auf dem Herzen. 4. Schwer zu bewegen, wie ein Mantel auf ganzen Körper. 3. Trockenheit kann in dein Herz gelangen. 2. Wie in der Wüste zu sein. 1. Wo Wo du, was geschieht?
[00:47:29] Philip: Ich bin wie in der Wüste. und der der Wind weht den trockenen Sand überallhin.
[00:47:39] Timm: Wie fühlt sich fühlt der Wind an auf der Haut?
[00:47:45] Philip: Es Es ist eher, dass ich Angst habe, dass ich den einatme weil so trocken ist. Es fühlt sich an, als wäre ich ein Kind und meine Mutter ist
[00:48:02] bei mir. Vielleicht sind da auch andere Kinder. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall versucht sie uns mit einer Decke zu schützen. Und wir Und wir alle haben Durst haben Durst.
[00:48:20] Timm: Wie hast du das erlebt dann diesen Moment, wo die Rückführung richtig losging?
[00:48:27] Philip: Ich habe die Bilder noch sehr präsent vor Augen.
[00:48:33] Es hat wie so ein Film oder wie eine Erinnerung angefangen die erstmal sehr dunkel war und je mehr ich in dieses Gefühl reingegangen bin und durch deine Begleitung auch, desto klarer und sichtbarer wurden dann auch die Bilder. Aber erst wusste ich nicht, ich glaube da sind noch mehr Kinder, habe ich gesagt, und erst später habe ich dann gesehen, dass das meine Schwester war, die auch noch dabei war, meine ältere Schwester.
[00:49:05] Und ja, es war erstmal so wie von außen betrachtet, dass ich so ein bisschen das sehen konnte, aber gleichzeitig war ich auch irgendwie in diesem Kind drin und konnte das auch von den Augen, dieses Kindes sehen.
[00:49:24] Ich konnte meine Mutter sehen und diesen Sand spüren und diese Decke, die wir auf uns hatten, die so geflattert ist, wegen diesem Sandsturm.
[00:49:36] Es war... Ich war da irgendwie drin, aber auch nicht drin. Also ich hatte genug Sicherheit in meinem System, um nicht sozusagen retraumatisiert zu werden von dieser Erfahrung.
[00:49:49] Timm: Kannst du noch sagen, wie deine Mutter aussah?
[00:49:51] Philip: Ähm, sehr genau weiß ich das nicht mehr, aber sie war sehr schön. Schon auch sehr bräunlich.
[00:50:02] Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hat sie auch eine Art Kopftuch getragen.
[00:50:06] Timm: Wart ihr eher Beduinen, oder?
[00:50:09] Philip: Das weiß ich nicht.
[00:50:10] Timm: Kannst nicht sagen.
[00:50:11] Philip: Was ist Beduine?
[00:50:12] Timm: Ja, Araber.
[00:50:14] Philip: Das war schon Arabisch ja.
[00:50:16] Timm: Arabisch? Ja.
[00:50:16] Philip: Ja. Mein Name war ja auch Ismail, von diesem Jungen. Sah schon alles sehr arabisch aus.
[00:50:24] Und ich habe auch aus irgendeinem Grund schon immer einen Draht zu diesen arabischen Ländern. Und ich wusste auch nie, warum. Ich habe einfach immer so eine Anziehung gespürt.
[00:50:37] Timm: Auf jeden Fall warst du dann drin, in dem Wiedererleben.
[00:50:42] Und es war dann ja auch schon kurz vorm Ende. Genau kurz vorm Tod. Wie hast du das dann erlebt, dieses Sterben?
[00:50:53] Philip: Ich habe während dem Sterben glaube ich sehr stark den Schmerz von meiner Mutter gespürt Und das war auch das Problem, warum die Seele dieses Jungen dann nicht einfach weiter in die Freiheit gehen konnte, sondern irgendwo feststeckte, weil dieser Schmerz der Mutter so groß war, dass er nicht gehen konnte.
[00:51:30] Timm: Die Mutter hat die Seele des Kindes festgehalten. Sie wollte nicht, dass ihr Kind geht. Sie wollte es nicht wahrhaben.
[00:51:36] Philip: Genau, richtig.
[00:51:39] Timm: Und jetzt hast du gesagt Schmerz, aber die Qualität des Schmerzes, da war auch eine Qualität von Schuld. Ja. Insofern, da ist die Schuld wieder aufgetaucht.
[00:51:49] Philip: Richtig stimmt.
[00:51:50] Timm: Und das war interessant, weil wir sind reingegangen in die Regression eigentlich mit der Angst, mit der Existenzangst.
[00:51:57] Und es ging natürlich auch um Sterben durch Dürre, durch Austrocknen, durch Trockenheit. Aber es war auch verknüpft dann mit dem anderen Thema, mit der Schuld, in dem Fall aber die Schuld der Mutter, das Schuldgefühl der Mutter. Und insofern da war dann ein Moment auch, den ich gern gleich nochmal einspielen möchte, der ganz lösend war, oder wir sagen kathartisch, wo du dann mit der Mutter gesprochen hast, quasi, mit der Seele der Mutter.
[00:52:35] Bist gestorben?
[00:52:39] Philip: Immernoch dabei. Ich merke, dass ich ihr zuspreche,
[00:52:43] dass sie alles gut gemacht hat, dass ich sie liebe und dass sie keine Schuld trägt.
[00:53:08] Timm: Ich merke dass ich ihr zuspreche, dass sie alles gut gemacht hat, dass ich sie liebe, dass sie keine Schuld trägt. Ich glaube, das war ein ganz wichtiger Moment da.
[00:53:21] Und eine spannende Frage ist, was davon ist damals schon passiert und was davon ist jetzt erst passiert in der Rückführung?
[00:53:33] Philip: Kannst das erklären, was du meinst?
[00:53:35] Dass ich ihr zugesprochen habe, meinst du?
[00:53:37] Timm: Ja, ist die Rückführung einfach nur wie einen Film sehen und gucken was damals passiert ist und das wieder erleben? Oder greifen wir auch ein und können dann in der Situation etwas tun, was damals noch nicht passiert ist, was aber noch gefehlt hat?
[00:53:58] Philip: Ja, definitiv denke ich, dass ich da auch noch etwas reingebracht habe, was diese Seele von dem kleinen Jungen in dem Moment vielleicht noch nicht machen konnte.
[00:54:09] Timm: Ja, das glaube ich auch. Abgefahren ne?
[00:54:17] Philip: Total, ja ja. Ja, und ich meine, das Gefühl von Zeit ist ja sowieso etwas, was in einem, in diesem Zustand wenn wir in dieses Unterbewusstsein reingehen oder wenn wir uns in einer sehr, sehr starken Präsenz befinden, da gibt es Zeit nicht wirklich. Da tappen wir in etwas rein, was zeitlos ist und wo alle Erfahrungen auch gespeichert sind.
[00:54:44] Deswegen können wir sowas auch erleben und können auch Sachen, die mal passiert sind, irgendwie verändern und auflösen, sonst würde sowas glaube ich nicht funktionieren.
[00:54:55] Timm: Genau. Und ich würde es auch so beschreiben, es ist wahrscheinlich nicht falsch zu sagen, dass ein Teil von dir, Immer noch in dieser damaligen Situation steckte, immer noch da festgehalten von der Mutter. Und diesen Teil haben wir jetzt, hast du damit gelöst. Ich habe dich dabei begleitet, aber du hast es gemacht, erlöst aus der Situation.
[00:55:24] Ich muss jetzt daran denken dass ich häufig Situationen habe in Sitzungen mit Klienten wo auch verstorbene Kinder seelisch noch bei der Mutter sind.
[00:55:41] Das kann eine Abtreibung sein. Es kann auch eine Abtreibung sein, die einfach notwendig war medizinisch. Das kann ein Kind sein, das einfach jung gestorben ist. Und wenn das nicht richtig auch auf der seelischen Ebene bearbeitet ist, dann kann es sein, dass da noch ein Festhalten ist und dass die Seele des Kindes noch nicht gehen konnte.
[00:56:04] Und das kann auch ein Grund sein für alle möglichen Beschwerden, Themen, Probleme auf beiden Seiten. Auf der Seite der Mutter, die dann noch diese erdgebundene Seele irgendwo bei sich hat, oder auch bei der Seele, die dann vielleicht weitergeht und wieder Inkarnationen hat, aber immer noch ein Teil von sich wird da noch festgehalten.
[00:56:27] Philip: Ja total. Ja genau. Ja das sehe ich auch so. Es gibt ja auch Erfahrungen von Menschen, die das Gefühl haben, im Haus steckt irgendetwas, oder? Ja. Gerade ein Freund von mir, der hat jemanden zu sich geholt, um zu schauen, was der im Haus auflösen kann, und da waren auch noch Seelenanteile, die noch Dinge hatten, die nicht aufgelöst waren.
[00:56:50] Es ist sehr interessant, wie uns das beeinflusst, diese geistige Welt.
[00:56:55] Timm: Ja. Es gibt Seelen, die sind an Personen gebunden, also verstorbene Seelen, die nicht gegangen sind, die sind an Personen gebunden. Es gibt welche die sind an Orte gebunden. Und es kann aber auch wechseln. Du kommst an einen Ort und die Seele kommt dann zu dir.
[00:57:10] Philip: Ja, interessant.
[00:57:11] Timm: Ich will nochmal eine Szene eben einspielen.
[00:57:14] Philip: Gerne, ja.
[00:57:15] Timm: Jetzt hören wir etwas, was wir in der Rückführungssitzung machen, oft nachdem wir die Geschichte wissen, nachdem dieses Wiedererleben passiert ist, aber wir quasi noch energetisch Ladungen da haben, die noch nicht ganz gelöst sind, wo wir das dann noch unterstützen wollen, diese Ladung zu lösen, und wir hören jetzt eine energetische Technik die wir da angewandt haben, in der Sitzung.
[00:57:48] Stell dir mal vor, du hast an deinen Händen so Handschuhe aus silbernem Licht an deinen beiden Händen. Mit denen kannst du hineingreifen in deine Brust. Und du dieses ganze bläulich-lila-Gefühl rausziehen. Als wenn da richtig was stoffliches ist, was du rausziehen kannst. Und du ziehst dir das ganze bläulich-lila-Gefühl von Zusammenziehen, von Schuld da raus. Es ist so, als wenn da richtig was Gegenständliches rauskommt aus deiner Brust. Wie sieht das aus was da rauskommt?
[00:58:32] Philip: Brauche einen Moment. Es ist
[00:58:54] so eine Art Würfel.
[00:58:58] Timm: Welche Farbe hat der
[00:59:04] Philip: Das ändert sich Mehr Kanten als ein Würfel
[00:59:34] Timm: Wie groß ist der ungefähr
[00:59:39] Philip: Ein bisschen Kleiner
[00:59:41] als
[00:59:41] ein Ball
[00:59:41] Als ein Fußball
[00:59:46] Timm: Ich geh mal ein bisschen vor. Jetzt beschreibst du diesen Würfel noch und fühlst den.
[00:59:54] Und hat
[00:59:54] der
[00:59:54] einfach nur diese Ist der einfach würfelförmig oder hat auch irgendwas Sind
[01:00:00] Philip: Der hat auch so Formen runde Formen
[01:00:11] auf sich
[01:00:11] drauf die
[01:00:12] ändern auch die Farbe
[01:00:14] Timm: Wie Symbole
[01:00:16] oder wie
[01:00:17] was anderes
[01:00:22] Philip: Halbkreise die da drauf sind die eine andere Farbe
[01:00:26] haben als der Würfel. So blau-lila und
[01:00:40] der Würfel ist ein bisschen heller, rötlich
[01:00:48] Timm: Ja und der die Besitzerin dieses Würfels kommt jetzt rein in deinen Raum. Du lässt dich einfach überraschen, wer da reinkommt Wer kommt da?
[01:00:59] Philip: So eine dunkle Gestalt die diese negativen Energien erzeugen kann.
[01:01:20] Timm: Okay, dann weißt du noch, was wir gemacht haben?
[01:01:25] Philip: Ja, das war sehr interessant.
[01:01:27] Timm: Was war dann als nächstes?
[01:01:29] Philip: Was danach kommt. Danach kommt, glaube ich, dieser Krieger, oder?
[01:01:33] Timm: Ja. Weißt du noch mit dieser dunklen Gestalt wie das ausgegangen ist? Wir haben ein bisschen mit der gearbeitet.
[01:01:39] Philip: Ich erinnere mich gerade nicht mehr so genau.
[01:01:40] Timm: Am Ende hat er den Würfel mitgenommen und ist gegangen. Und es war dann so auf die Frage, was ist deine Intention, klang es für mich eher so wie eine karmische Aufgabe. Er hat einfach so seinen Job gemacht.
[01:01:59] Aber dann war die Sitzung auch zu Ende. Ich will gerade noch mal schauen.
[01:02:03] Wir haben natürlich während der Sitzung auch nochmal die ganze Geschichte uns angeschaut was passiert ist, warum es überhaupt zu der Situation gekommen war, da in diesem Sandsturm.
[01:02:14] Dann später kamen eben die Männer und haben deine Mutter und die anderen Geschwister gerettet aber du warst eben schon gestorben.
[01:02:24] Aber ganz entscheidend war eben dieses Lösen der Schuld der Mutter.
[01:02:31] Philip: Ja.
[01:02:32] Timm: Dann haben wir eine kurze Pause gemacht. Hatten schon fast überlegt: okay, vielleicht war es das. Aber dann haben wir gesehen, wir haben noch Zeit und haben gesagt, okay, wir können uns eigentlich das Thema Schuld auch noch mal anschauen. Und weißt du noch, was dann kam? Welche Story dann auftauchte?
[01:02:57] Philip: Ja ich weiß es noch mit dem Krieger auf dem Schlachtfeld, der
[01:03:06] einfach eine falsche Entscheidung getroffen hat und dadurch sehr viele auf seiner, Seite verloren hat.
[01:03:15] Timm: Und auch sein eigenes Leben.
[01:03:17] Philip: Genau.
[01:03:19] Timm: Und du warst dieser Krieger.
[01:03:22] Philip: Ja.
[01:03:26] Timm: Ja und dann war so die Situation, das Blatt dreht sich, es gibt keinen Weg zurück mehr, wir verlieren immer mehr Männer. Und dann aus dem Nichts kriege ich ein Messer in die Leber reingerannt. Ich habe aufgeschrieben, was du gesagt hast: Ich bin erschrocken und verwirrt, ich wurde noch nie so verletzt. Diese Brutalität spüre ich erst jetzt.
[01:03:51] Ich schaue dem Gegenüber in die Augen, ich sehe seine Wut seine Aggression, ich falle zu Boden. Meine Männer versuchen mir zu helfen, aber es ist zu spät. Also sehr dramatisch. Ich entschuldige mich bei ihnen.
[01:04:07] Philip: Ja.
[01:04:10] Timm: Einmal noch was einspielen.
[01:04:14] Wir hören jetzt einen Moment während der Sitzung wo es so einen Aha-Moment gab.
[01:04:25] Philip: Ich Ich sehe, wie alle meine Männer sterben.
[01:04:30] Timm: Bist du dann noch im Körper, oder bist du schon draußen?
[01:04:33] Philip: Ich schwebe da drüber so ein bisschen und kann die Schlacht sehen.
[01:04:37] Und sehe was ich ihnen angetan habe.
[01:04:41] Timm: Was fühlst du wenn du das siehst? Was denkst du?
[01:04:47] Philip: Dass es alles meine Schuld
[01:04:48] ist.
[01:04:49] Timm: dann?
[01:04:50] Philip: würde gerne weiterhelfen, aber ich es nicht.
[01:04:51] Timm: Und dann, was passiert?
[01:04:56] Philip: Schlacht ist verloren. Und die gegnerischen Krieger überfallen unser Dorf.
[01:05:07] Timm: Und was machen die da?
[01:05:08] Philip: Alles Schreckliche was man sich vorstellen kann
[01:05:11] Timm: Hast Du da auch Familie?
[01:05:13] Philip: Ja.
[01:05:14] Timm: Was passiert mit denen? Lass das deutlich werden...
[01:05:16] Philip: Frau und Sohn. Sohn wird getötet. Frau wird vergewaltigt, gefoltert. Auch getötet.
[01:05:27] Timm: Was macht das mit Dir?
[01:05:30] Philip: Es zerfrisst mich. Hilflos, schuldig
[01:05:37] Timm: Und wenn das vorbei was machst du dann? Wo es dich hin?
[01:05:46] Philip: In ein Loch. Bestrafe mich selbst.
[01:05:52] Timm: Wie bestrafst du dich?
[01:05:54] Philip: Indem ich in dieses Loch gehe und leide
[01:06:05] Timm: Bist immer noch diesem Loch?
[01:06:09] Unidentified: Ja
[01:06:11] Timm: Ja, das war eigentlich der Moment, ne? Dieses: Ich erkenne, das alles meine Schuld ist. Schuld! Wie hast du das erlebt? Wir haben eben gehört: ich schwebe irgendwie so da drüber.
[01:06:26] Philip: Ja, da kommt gerade ganz viel hoch.
[01:06:35] Dieses Gefühl der Schuld ist einfach so stark in meinem System drin, dass ich merke, dass ich eigentlich, ich spüre diesen inneren Leader in mir, diese Person, die wirklich sehr viel Verantwortung und sehr viel Führung übernehmen kann, aber gewisse, ja, diese Frequenz von Schuld legt sich halt drüber und macht es mir schwer, sozusagen, diese Position einzunehmen und das ist das Gefühl, was diese Schuld, die ich da gespürt habe, die war eben so stark, dass ich gemerkt habe, oder das ist auch immer die Frage, warum spürt man gewisse Gefühle über so lange Zeiträume und etwas ist eventuell passiert, was so stark war, was so eine Macht über jemand hat, oder über mich hatte, dass ich das heute noch spüre.
[01:07:50] Und klar gibt es Erfahrungen aus meinem jetzigen Leben, die auch dazu beigetragen haben, aber es gibt eben auch Dinge, die irgendwo gespeichert sind, die von woanders kommen und ein Teil kommt eben noch aus verschiedenen Erfahrungen, wo ich Dinge gemacht habe, die dazu geführt haben, dass ich gemerkt habe, das war überhaupt nicht in Ordnung was ich da gemacht habe.
[01:08:24] Und das will erinnert werden, das will erinnert werden, dass es Dinge gibt, die sich so nicht wiederholen dürfen und deswegen spüre ich sie wahrscheinlich noch.
[01:08:40] Timm: Und wenn du jetzt davon sprichst, spürst du diese Ladung noch? Diese, diese...
[01:08:49] Philip: Ich kann sie noch wahrnehmen, aber das ist auch das, was ich erwähnen wollte, auch das Gefühl mit der Sonne und das Gefühl mit der Schuld, da ist auf jeden Fall ein Shift da.
[01:09:02] Ich nehme sie noch wahr und ich nehme sie manchmal sogar noch präsenter wahr als vorher, weil ich etwas sensibler geworden bin, es zu fühlen, aber ich kann es schon anders einordnen und kann schon anders damit umgehen. Ich kann mich nicht mehr so stark davon leiten lassen, dass es sozusagen gleich das Steuer übernimmt, sondern dass ich mit der Schuld so ein bisschen spielen kann und sagen kann, hey, darf ich auch ein bisschen am Steuer sein.
[01:09:31] Timm: Wir hören jetzt nochmal einen weiteren Moment, auch noch während dieser Rückführung wo du verbunden bist mit diesem Anführer und quasi die Gedanken auch denkst die er nach seinem Tod denkt.
[01:09:54] Philip: Ja, sie haben gesagt, es gibt nichts, was das wieder gut machen kann Dass er diesen Dieses Leid für immer tragen muss, damit sowas nie wieder passiert.
[01:10:15] Und das lässt mich klein fühlen
[01:10:17] Timm: Sie haben gesagt, es gibt nichts, was das wiedergutmachen kann, dass er dieses Leid für immer tragen muss, damit sowas nie wieder passiert.
[01:10:27] Philip: Sie, wer Sie? Ich weiß gar nicht mehr von wem ich da spreche.
[01:10:30] Timm: Vielleicht Deine Männer?
[01:10:31] Philip: Ich habe eher das Gefühl, dass ich das zu mir selber gesagt habe in dem Moment.
[01:10:38] Timm: Okay vielleicht habe ich es jetzt falsch gehört.
[01:10:46] Dass du zu dir selbst gesagt hast, ich muss dieses Leid jetzt für immer tragen, damit das nie wieder passiert.
[01:10:57] Und das ist ja auch quasi wie so ein Programm, was du dann festschreibst.
[01:11:01] Philip: Total. Wir müssen aufpassen mit dem, was wir aussprechen.
[01:11:05] Timm: Ja genau. Also es ist der Wunsch, dass sowas nie wieder passiert, ist natürlich gut verständlich. Aber das...
[01:11:12] Philip: Ich habe mir das auferlegt.
[01:11:14] Timm: Genau. Wenn der Preis dafür ist, dieses Leid für immer zu tragen, ist es natürlich ein hoher Preis. Und die Frage ist, ob das der einzige Weg ist, dass es nicht wieder passiert.
[01:11:23] Philip: Ja, das ist Interessant, ja, ja. Das war für mich wahrscheinlich auch eine Strategie um damit meinen oder den Menschen, die ich damit verletzt habe und in Gefahr gebracht habe, zu zeigen, ich übernehme volle Verantwortung für das, was ich getan habe.
[01:11:41] Timm: Das ist so eine Art Buße auch. Wir haben vorhin über Religion gesprochen und so.
[01:11:46] Philip: Ja Ja. Das war das Beste, was ich aus der Situation irgendwie machen konnte, zu sagen, ich nehme alles auf mich und ich trage das auf mich solange es geht.
[01:12:07] Timm: Gehen wir nochmal einen weiter.
[01:12:10] Wir hatten dann eine Situation in der Sitzung wo du die Ich glaube, es waren welche von deinen Männern die du dir gesehen hast. Vielleicht war es auch von deiner Familie, ich weiß es nicht genau.
[01:12:25] Aber auf jeden Fall die, wo du das Gefühl hast, denen gegenüber trägst du diese Schuld.
[01:12:30]
[01:12:30] Timm: Kannst du dir vorstellen, ihr zu sagen: "es mir leid"? Den beiden? Wie es, du das sagst?
[01:12:40] Philip: Es tut gut Nehmen es an. Nehmen sich in den Arm.
[01:12:47] Timm: Das war jetzt glaube ich die Familie.
[01:12:50] lass mal welche von deinen Männern reinkommen. Es müssen nicht alle sein, es reicht, wenn ein paar sind, die die Leute repräsentieren.
[01:13:02] Philip: Ja, es sind drei.
[01:13:04] Timm: Kannst du dir vorstellen, ihnen das auch zu sagen, dass es dir leid tut?
[01:13:11] Philip: Ja, stehen zu mir.
[01:13:15] Timm: Es war wie eine Sucht, diese Macht, du bist größtens wahnsinnig geworden. Das erkennst du jetzt.
[01:13:21] Philip: Ja, sie fühlen sich auch schuldig, weil sie da mitgemacht haben. Sie hätten sich auch gegen mich lehnen, gegen mich richten können, aber sie haben immer zu mir gestanden.
[01:13:36] Timm: Kannst ihnen das auch verzeihen, dass sie sich nicht gegen dich gerichtet haben?
[01:13:42] Philip: Ja.
[01:13:43] Timm: Dass sie dich nicht gestoppt haben? Ja. Ja.
[01:13:51] So loyal waren sie zu mir.
[01:14:04] Wie hast du diese Begegnung erlebt, während der Sitzung, diese Begegnung dann mit den anderen beteiligten Seelen?
[01:14:12] Philip: Mhhm. Es war ein Gefühl, als ob sie in den Raum kommen,, aber nicht in dem Raum, wo ich war, sondern in einem anderen Raum. Wo ich sie eingeladen habe zu kommen und sie dann reinkamen und ich mit denen sprechen konnte. Ja, das ist auch ein bisschen schwer zu beschreiben, dieses Gefühl. Aber so in der Art.
[01:14:48] Timm: Also es ist ganz faszinierend, dass wenn wir so eine Rückführung machen, und dann durch sind mit dem Verstehen was passiert sind, auch durch sind, auch zu fühlen, die Ladung zu fühlen, und dass es dann möglich ist, mit den anderen beteiligten Seelen, wo noch irgendwas offen ist, wie so eine Aussprache zu haben.
[01:15:13] Und dann: es war jetzt hier wichtig zu sagen, es tut mir leid. Aber das zu sagen, es tut mir leid, alleine ist es glaube ich nicht. Es ist quasi das I-Tüpfelchen nach dem Verstehen, dass man wirklich gegenseitig versteht was passiert ist. Sie hatten auch eine Rolle da drin, dass sie mitgemacht haben, dass sie dich nicht gestoppt haben.
[01:15:41] Sie haben sich auch mitreißen lassen und es ist so ein gegenseitiges Verstehen. Und dann man sagen: ja, dann kann dieses Vergeben passieren.
[01:15:53] Philip: Ja, total.
[01:15:56] Timm: Aber ich glaube, wenn man jetzt einfach vergeben würde ohne diese Aufarbeitung vorher, dann hätte es nicht die gleiche Kraft.
[01:16:06] Philip: Ja, total. Das ist ja ähnlich wie in unserem Leben, wenn wir uns entschuldigen ohne es richtig zu fühlen und dahinter zu stehen, kommt es auch nicht so gut an. Und ich glaube, das ist ein Tool, was wir generell im Leben auch nutzen können, weil wir sind, wenn wir uns bewusst mit jemandem verbinden wollen, der nicht mehr da ist oder vielleicht sogar noch da ist und nur mit der Seele sprechen wollen, dann können wir das in jedem Moment tun.
[01:16:37] Und dann haben Worte sehr viel Kraft, können sehr viel bewegen und verändern. Wenn wir den Mut haben, Dinge zu sagen, die wir uns noch nicht getraut haben zu sagen. Und manchmal, wenn es sich Beispiel um eine lebende Person handelt, ist es einfacher erst mal mit der Seele der Person zu sprechen, bevor man es vielleicht dann auch der Person selber sagt.
[01:17:02] Timm: Kennst du das Ho'oponopono?
[01:17:04] Philip: Das sagt mir wieder was.
[01:17:10] Timm: Das kommt, glaube ich, von Hawaii, aus dem Huna. Das ist auch so ein Schamanismus aus Hawaii. Das ist ein Vergebensritual, was du für dich alleine machen kannst, aber es ist eigentlich genau das, dass du dann nicht mit der Seele von jemand anders in Kontakt trittst und das sagst. Das ist wie so eine Formel, aber es ist sehr kraftvoll, es wirkt.
[01:17:36] Es tut mir leid. Bitte verzeih mir. Ich liebe dich und ich liebe mich. Ich vergebe dir und ich vergebe mir. Ich glaube, das ist so der Kern. Vielleicht habe ich noch einen Satz vergessen, aber das ist so der Kern und es ist total kraftvoll, das zu sagen. Mit auch natürlich, dass du es auch meinst, aber es ist sehr kraftvoll.
[01:18:12] Philip: Ja, das glaube ich.
[01:18:15] Timm: Okay, ich habe noch zwei Einspieler.
[01:18:17] Jetzt hören wir noch etwas, was wir dann während der Sitzung noch gemacht haben, was wir in Sitzungen, also der Begriff dafür ist so die Seelen der Schlachtfelder weil wir haben oft die Situation, dass wenn es eine Schlacht gab, dass auch Seelen der Verstorbenen irgendwie noch festhalten und noch da geblieben sind und sogar bis heute noch da geblieben sein können. Und dann gibt es aber etwas, wenn wir damit ja schon so in Kontakt sind, mit diesem ganzen Feld, wie wir das auch während der Sitzung waren, dann gibt es etwas, was wir machen können, um diesen Seelen auch zu helfen, sich zu lösen.
[01:19:16] Jetzt Jetzt öffnen sich die Wolken,
[01:19:18] und Sonnenstrahlen fangen an durchzuscheinen und immer stärkeres Licht scheint von oben nach auf dieses Feld. Und die Sonnenstrahlen erreichen alles und alles was noch an Seelenenergie da ist von Verstorbenen, das wird alles erreicht. Und alle erreicht Die Botschaft, es ist vorbei.
[01:19:46] Es ist vorbei, wir können gehen Und vielleicht von Dir sogar auch noch ein: "es tut mir leid, dass es so geendet ist aber es ist, so passiert." Und alles was da irgendwo noch an Seelenenergie vielleicht erdgebunden war oder ist das löst jetzt und folgt diesen Sonnenstrahlen nach oben Vielleicht nimmst du es auch sogar visuell wahr, dass da tatsächlich so Seelen aufsteigen oder vielleicht passiert es einfach.
[01:20:23] Philip: Ja.
[01:20:23] Timm: Und dann erweitert sich sich das und auch das Dorf, passiert das Gleiche. Und sag wenn das geschehen ist.
[01:20:36] Philip: Mhhm
[01:20:40] Timm: Erinnerst du dich noch daran, wie du das erlebt hast?
[01:20:43] Philip: Ja, so ein bisschen auf jeden Fall. Wie diese Sonnenstrahlen die Seelen erreichen und die Nachricht überbringen. Ja, es ist vorbei. Ja doch, es landet noch.
[01:20:57] Timm: Das ist dann auch wie so eine magische Formel, dieses: Es ist vorbei.
[01:21:04] Letztlich ist es das: die Erkenntnis, die es dann am Ende braucht. Es ist vorbei und wir können es wirklich loslassen und hinter uns lassen.
[01:21:18] Philip: Ja, total.
[01:21:19] Okay,
[01:21:24] letzte Einspielung:
[01:21:26] Timm: Jetzt hören wir nochmal einen Moment ganz am Ende der Sitzung wo du in Kontakt bist mit diesem früheren Leben.
[01:21:42]
[01:21:44] Timm: Okay dann schau ihn dir nochmal an. Wie gehts ihm jetzt?
[01:21:47] Philip: Er ist erleichtert. Dankt mir, und ist müde. Möchte auch gehen.
[01:21:58] Timm: Wir haben noch gar nicht über die Sitzung gesprochen, seit der Sitzung. Heute ist das erste Mal.
[01:22:06] Philip: Stimmt.
[01:22:08] Timm: Wie hat es nachgewirkt, die Sitzung? Hast du das Gefühl, es hat irgendwas bewirkt? Es ist auch wie du es beschrieben hast bei Ayahuasca, die Zeremonie beginnt nach der Zeremonie. Es ist auch bei der Sitzung natürlich so, dass sie auch nachwirkt.
[01:22:26] Philip: Ja, zum einen, wie ich das eben beschrieben habe, dass ich diese Gefühle anders und auch zum Teil deutlicher wahrgenommen habe. Und es gab auch Momente, wo ich... Das war auch ganz schön. Wo ich einfach einfach irgendwo lang gelaufen bin, die Sonne gerade stark auf mich geschienen hat und dann plötzlich gemerkt habe, oh wow, ich merke das Gefühl gerade ist nicht da und das war total schön, es war dieses Gefühl von einfach nur aufblühen und die Sonne ein positives Gefühl mit der Sonnenkraft sozusagen zu assoziieren war sehr schön.
[01:23:12] Ja aber dann gab es auch Momente wo ich es sehr stark wahrgenommen habe, aber ich einfach durch dieses Wissen auch ganz anders damit umgehen konnte. Komischerweise sehr häufig, wenn ich Pilze, psychedelische Pilze oder Cannabis zu mir nehme, dann nehme ich diese Gefühle stärker wahr als sonst. Genau, und das Thema mit der Schuld, das kam dann auch in der Ayahuasca-Zeremonie, die dann ein paar Tage später war, wieder auf, auch mit einer anderen Erfahrung, aus einem anderen Leben, wo ich...
[01:23:51] Timm: Aus noch einem anderen Leben, das tauchte dann auf.
[01:23:54] Philip: Genau, ja. Wo ich irgendwo, wie in so einer Art, von der Zeit her, wie so im Mittelalter, da war ich in der Mitte gefesselt an irgendeinem Gegenstand, das könnte auch ein Baum gewesen sein, und um mich herum standen Leute in einem Kreis und haben mich beworfen, haben mich beschimpft und, ja, so richtig erniedrigt.
[01:24:19] Und weil ich, ich wusste in dem Moment nicht, was ich getan habe, aber irgendwas habe ich getan, was wohl so, ja, für diese Situation gesorgt hat.
[01:24:30] Timm: Warst du Mann oder Frau?
[01:24:32] Philip: Ich war ein Mann und konnte in diesem Moment, in dieser Zeremonie, mit diesem Mann, ich konnte Ihn begleiten, weil ich gemerkt habe, wie overwhelming diese Situation für ihn war, wie er sie einfach nicht alleine durchstehen konnte und dann konnte ich für die Person da sein, und habe gemerkt, dass selbst das nicht reicht, weil es einfach so eine krasse Erfahrung war, die zu so einem tiefen verwurzelten Gefühl sorgt, die nicht einfach so schnell aufgelöst ist, das Zeit braucht und habe dann wahrgenommen, wie diese Schuld, wie wenn die so in meiner DNA sozusagen wäre und wie sie sich ganz langsam, wirklich so in einem ganz langsamen Tempo von der DNA löst und ich gemerkt habe, es kann sein, dass ich das Ganze, mein ganzes Leben noch damit verbringen werde, ich weiß nicht genau wie lange, aber dass manche Dinge einfach auch Zeit brauchen. Bis sie irgendwann ganz aus deinem System raus sind, draußen sind. Genau das waren so meine Erfahrungen danach. Und ich glaube so ist es auch häufig, wenn man von Heilung spricht. Ich glaube muss vorsichtig sein wenn man jemanden hört der sagt: ich helfe dir dabei, dass du das nie wieder fühlst, oder dass das dann weg ist, oder wie auch immer. Weil ich glaube, es gibt bestimmt Sachen wo, oder Momente wo man gewisse Dinge dann nicht mehr spürt oder vielleicht Schmerzen die dann weggehen oder auch Erfahrungen die anders wahrgenommen werden können aber ich glaube dass zu einem gewissen Teil der Schmerz nicht weggeht, sondern sich verändert oder die Sichtweise darauf sich verändert, auf das, was passiert ist oder auf das Gefühl, was da ist und dass das eben auch Heilung ist.
[01:26:41] Timm: Ich glaube auch, es ist so eine, ich habe so eine Spirale gerade im Kopf. Also es ist irgendwie etwas, was sich wiederholt. Man kommt wieder an die gleiche Wunde, aber man ist auf einem höheren Niveau.
[01:26:56] Philip: Stimmt ja, das ist auch ein schönes Bild.
[01:26:59] Timm: Und ich glaube auch, dass sich tatsächlich manche Sachen, man kommt auch an Punkte, wo manche Sachen wirklich ganz geklärt sind.
[01:27:06] Manchmal gibt es wirklich dramatische Verbesserungen, wo ein Thema einfach weg ist. Aber es gibt auch Themen, das sind quasi... Karmische Muster, die über mehrere Leben gehen, die vielleicht auch, wir haben auch den Begriff Kernthema. Das ist einfach was, das hat die Seele sich ausgesucht: das Thema will ich wirklich in aller Tiefe studieren sozusagen.
[01:27:36] Und dann gibt es da verschiedene Schichten. Und dann gibt es eine Schicht in der Kindheit, es gibt eine Schicht in dem früheren Leben und dann findet man noch eine Schicht im früheren Leben. Und wenn man die geklärt hat, dann ist der Vorhang zur Seite gezogen, um noch ein früheres Leben zu finden.
[01:27:53] Aber es lohnt sich, da weiterzugehen.
[01:27:57] Philip: Ja ist schon interessant.
[01:27:59] Timm: Also ich glaube schon, dass man auch so ein Thema irgendwann geklärt kriegt...
[01:28:04] Philip: Ja ja.
[01:28:05] Timm: Aber vielleicht braucht es eine ganze Lebenszeit dafür. Das kann sein, ja.
[01:28:09] Philip: Genau richtig. Ja ja total, ja. So interessant, weil viele Menschen einfach durch ihr eigenes Leben schon so viel so einen Rucksack mit sich tragen und je mehr man es schafft, diesen Rucksack aufzulösen, kommen dann eben noch von woanders noch Geschichten von anderen Leben oder von anderen Zeiten, merkt man dann doch, dass - ja, die Reise hört niemals auf.
[01:28:34] Und ich glaube, es ist wichtig, trotz den ganzen Päckchen, die man bei sich trägt, auch immer wieder Momente zu schaffen, wo man erstmal dankbar ist für das, was man hat, für da, wo man steht, dass man weiß, man ist auf dem Weg und irgendwie auch das Leben zu genießen, wo man kann. Und dafür sind wir auch hier, glaube ich, einfach um das Leben zu leben.
[01:28:56] Timm: Das glaube ich auch, ja. Und da hilft es aber auch, diese Päckchen nach und nach abzulegen. Das hilft einem dann auch mehr im Jetzt, das Leben genießen zu können.
[01:29:05] Philip: Richtig, ja.
[01:29:09] Timm: Wäre jetzt ein gutes Schlusswort. Aber ich habe zwei Fragen noch zum Abschluss. Einmal wie kann man dich finden, wenn man, du bist Osteopath, du bietest ja auch Sitzungen an. Du hast auch erwähnt dass du Emotional Release und auch Coaching machst. Wie kann man dich finden?
[01:29:31] Philip: Man kann mich über meine Website finden, osteopath-mallorca.com
[01:29:35] oder auf Instagram, philip.bodymind -genau, und ich reaktiviere auch gerade meinen YouTube-Kanal wieder. Da heiße ich auch philip.bodymind, wo ich dann auch diese Erfahrungen noch mal teilen werde.
[01:29:51] Ich habe das ja auch auf Video aufgenommen, zumindest den ersten Teil. Der zweite hat, da ist leider mein Akku leer gegangen. Da erzähle ich auch noch mal so ein bisschen über die Session, und da werde ich auf dem Kanal insgesamt noch mal so andere Erfahrungen teilen, aus meinem Leben und aus der Arbeit mit meinen Klienten auch.
[01:30:13] Timm: Spannend. Ich habe schon den Kanal abonniert. Sehr schön. Wie hat dir dieses Format so gefallen?
[01:30:24] Philip: Es war total schön. Es war auch schön, über die Erfahrung an sich nochmal zu sprechen, weil wir ja nicht mehr gesprochen hatten. Es war sehr angenehm hier mit dir.
[01:30:33] Timm: Cool, das freut mich. Ich werde es wieder machen.
[01:30:37] Ich weiß nicht genau, vielleicht wird das hier das Erste, was ich zu Ende bringe. Ich habe zwei andere in der Pipeline. Mal gucken, welches ich als erstes veröffentliche. Mal schauen.
[01:30:49] Philip: Ja, sehr schön. Und ich kann auf jeden Fall auch nochmal von der Erfahrung selber sagen und sagen, dass ich mich sehr wohl und sehr sicher bei dir gefühlt habe während der Erfahrung.
[01:31:00] Dass ich auf jeden Fall das Gefühl auch währenddessen hatte, dass du sehr kompetent bist in dem, was du machst, weißt, was du machst und nicht irgendwo einfach rumpfuschst, sondern wirklich dafür committed bist und dahinter stehst und selber auch diesen Weg lebst. Also kann ich nur weiterempfehlen an alle, die da draußen zuhören.
[01:31:23] Timm: Danke. Philip, vielen Dank für deinen Besuch.
[01:31:27] Philip: Sehr gerne, danke, dass ich hier sein durfte.
[01:31:30] Timm: Es war mir ein Vergnügen.
[01:31:33] Was für eine tiefgreifende Reise wir heute miterlebt haben. Durch Philipps Augen haben wir gesehen, wie zwei Leben voller ungelöster Traumata, der Tod eines Kindes in der Wüste und die verhängnisvolle Entscheidung eines Kriegers, sich miteinander verwoben und die Angst und Schuld erschaffen haben, die er in diesem Leben mit sich trug.
[01:32:02] Seine Transformation erinnert uns daran, dass unsere tiefsten Wunden manchmal verlangen, dass wir nicht nur anderen über die Zeit hinweg vergeben, sondern auch den vielen Versionen unserer selbst, die noch immer leiden. Wie du in Philips Geschichte gehört hast, formen die Erinnerungen der Seele, ob aus der Kindheit oder darüber hinaus, unsere Gegenwart auf Weisen, die wir selten erkennen. Vielleicht resoniert seine Erfahrung von Wüstendurst und Schlachtfellschuld mit etwas Unbekannten in dir. Diese Erkenntnis, dieses Erwachen alter Erinnerungen, ist der erste Schritt zu deiner eigenen Heilung. Ich bin Philip zutiefst dankbar für seinen Mut, diese intime Reise mit unserer Community zu teilen. Wenn dich seine Geschichte berührt hat, lade ich dich ein, deine Gedanken auf Seelenreisende.community
[01:33:16] zu teilen, wo sich Zuhörer treffen, um über diese tiefgreifenden Erfahrungen zu reflektieren. Deine Einsichten und Fragen bereichern unser gemeinsames Verständnis.
[01:33:31] Und für diejenigen, die bereit sind, tiefer zu gehen, biete ich private Soul Journey Sessions an, sowohl persönlich, hier auf Mallorca, als auch online. Du kannst mehr über die direkte Zusammenarbeit mit mir erfahren unter souljourneyguide.com/de
[01:33:53] Und wer weiß, mit deiner Erlaubnis könnte deine Transformation die nächste Geschichte werden, die wir hier teilen.
[01:34:01] Wenn die Seelenreise-Tapes bei dir Resonanz finden, nimm dir bitte einen Moment Zeit, um eine Bewertung auf deiner Lieblings-Podcast-Plattform zu hinterlassen.
[01:34:13] Deine Worte helfen anderen Suchenden, uns zu finden. Und abonniere uns, damit du unsere nächste Episode nicht verpasst. In der geht es übrigens um die Weigerung eines römischen Offiziers zu töten und wie die zu seiner eigenen Hinrichtung führt.
[01:34:33] Aber dann, was nach dem Tod geschieht, das verändert alles. Begleite uns, wenn Monika entdeckt, in der nächsten Folge, wie uralte Flüche aufgehoben werden können und warum manchmal die größte Stärke in dem liegt, was wir uns weigern zu tun. Für tägliche Dosen an Seelenweisheit und Einblicke hinter die Kulissen folge @timmchristophel auf Instagram. Bis wir uns wieder im Raum zwischen den Geschichten begegnen, denke daran: jede Herausforderung der du heute begegnest, könnte die Einladung deiner Seele sein, etwas Uraltes zu heilen. Vertraue der Reise. Vertraue Deiner Geschichte. Ich bin Timm Christophel, dein Soul Journey Guide und ich erinnere dich daran, dass es nie zu spät ist, deine Seelengeschichte neu zu schreiben.